Die Welt
Einst war Rukaron ein großes Reich, ein wildes Land von Menschen und Drachen. Nun ist es in vier um die Herrschaft ringende Teile zerfallen, deren einzige Gemeinsamkeit oft nur in ihrem gemeinsamen Zentrum liegt, einer neutralen alten Stadt ungebrochener Macht.
Einmal die eisigen Lande um
Hafning, die in den starken Händen der Nordmannen liegt. Ihre Kämpfer sind vor allem für ihre meisterhafte Führung von wuchtigen Kampfhämmern bekannt, deren Herkunft sie ihren archaischen Göttern zuschreiben, sowie ihre eindrucksvollen Sturmzauber.
Die nördlichen Drachen sind kalt und grimmig, ihr beissender Frosthauch stellt sogar den dortigen strengen Winter in den Schatten.
Im Westen strahlt die kunstvolle Stadt
Tiathain über die Grasmeere. Ihren Bewohnern wird oft eine Blutsverbindung zu legendären Elfen zugesprochen, wenn man ihren eleganten Umgang mit verzierten Schilden und Runenklingen betrachtet, ganz zu schweigen von ihren geheimnisvollen Geisteszaubern.
Die westlichen Drachen scheinen ganz aus einem seltsamen grünen Stein zu bestehen, und ihr Atem ist im Kampf ein tödlicher Regen feinster Kristallsplitter.
Der Süden beherbergt in seinem Herzen
Makambo, eine Stadt die aus der Erde selbst gewachsen zu sein scheint. In den Händen der bronzefarbenen Südländer wirbeln glänzende Speere, todbringend und von exotischer Form, aus denen unter dem Einfluss von Zauberkunst zudem elementare Naturkräfte hervorbrechen.
Und wenn man auch sagt die Sonne brennt heiss im Süden, dann nur so lange bis man den alles verzehrenden Flammensturm aus den Mäulern der angriffslustigen Feuerdrachen erlebt hat.
In den östlichen Landen des Sonnenaufganges ruht die alte Stadt
Shinyang wie eine glänzende Perle. Ihren geschulten Kämpfern wird nachgesagt, obwohl diese auch oft mit Klingen und Kampfstäben gesichtet werden, sie könnten mit bloßer Hand so viel Schaden wie andere mit dem Schwert verursachen.
Die fliegenden Ostdrachen überstrahlen alle anderen mit ihrer Größe und herrschen allem Anschein nach sogar über das Wetter selbst.
Schließlich ragen in der Landesmitte immer noch die Türme von
Drakonia über die Ebenen, der einstigen Hauptstadt des alten Reiches. Als gemeinsamer Treffpunkt der anderen Völker gedeiht sie immer noch prächtig und hat ihre frühere Größe bewahrt. Ihre königliche Arena ist berühmt dafür, unter dem Aufeinanderprallen der mächtigsten Kämpfer aller Gebiete zu erzittern.
Neben menschlichen Streitern ist es wie im gesamten Land üblich, auch kleinere Drachen einzusetzen, deren Kampfkraft ihresgleichen sucht.
In diesen Zeiten des Wandels ist es schwer seinen Weg zu finden, wenn man nicht gerade zur reichen Adelsschicht gehört. Handel erfordert viel Kapital, handwerkliche Berufe hohe Lehrgebühren, Söldnertätigkeiten sind mit beträchtlichen Gefahren verbunden. Deshalb folgen viele Abenteurer dem Traum irgendwann einer der Drachenlords zu sein, den einflussreichen Adligen, die ihren Titel durch Ruhm mit Kämpfen statt durch Geburtsrecht erwarben. Sie sparen bis sie genug Gold besitzen, um das Ritual des Bindens mit einem Vertrauten durchzuführen. Ab diesem Zeitpunkt ist der Herr und seine Vertrauten eins. Die Vertrauten jagen in der Wildnis oder kämpfen in Arenen, und sorgen so für das Einkommen ihres Herren. Dieser wiederum sorgt für ihr Wohlergehen und rüstet sie mit bestmöglicher Ausrüstung aus.
Ist man so zu einem kleinen Vermögen gekommen, stehen viele Wege offen. Man kann innerhalb oder zwischen den Städten Handel betreiben, ein Haus erwerben, oder gar eine eigene Arena bauen lassen. Und man kann es in vielen Fertigkeiten, die naturgemäß der Unterstützung von Vertrauten dienen, zu wahrer Meisterschaft bringen. So gibt es viele Ausbildungszweige, die sich mit der Herstellung mächtiger magischer Ausrüstung befassen, ebenso wie die Heilkunst und natürlich Lehrgänge zur Ausbildung von Vertrauten.
Hat man gar den Stand eines Drachenlords erreicht, eröffnen sich weitere Möglichkeiten seinen Einfluss auszuweiten, etwa durch Gründung eines eigenen Clans.
Und, trotz aller Geschehnisse im Gebiet des alten Reiches sollte man besser nicht vergessen, dass ausserhalb der Grenzen noch andere alte Dinge dürstend lauern, denn die Knochenlande haben nicht umsonst ihren Namen...